Feuer machen ohne Streichhölzer

Feuer machen ohne Streichhölzer

Feuern statt knallen! Zu einer guten Feier gehört ein schönes Feuer! Speziell schön wird’s, wenn man das Feuer ganz ohne Streichhölzer, Feuerzeug oder sonstige moderne Hilfen entfacht. Wer es einmal versucht hat, weiss, dass ein wenig Know-how nicht schaden kann. Hier also eine Schritt für Schritt Anleitung zum Feuerbohren.

Feuer machen ohne Streichhölzer: Auf das Material kommt’s an

Was du fürs Feuermachen brauchst, ist ein Holzbrettchen als Bohrstück, einen Holzstab als Bohrer, einen gebogenen Holzast für den Bogen, eine stabile Kordel als Sehne und ein Holzstück zum drücken – und alle Holzteile sollten ganz trocken sein.

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Feuerbohrset mit allen Teilen

Das Bohrbrettchen muss mit dem Taschenmesser vorbereitet werden. Hierbei must du darauf achten, dass die eingeschnittene Kerbe an der Aussenseite knapp so breit ist wie der Bohrer und dass sie das Bohrloch nur wenig anschneidet.

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Vorbereitetes Bohrbrettchen

Den Bohrer schnitzt du aus einem geraden trockenen aber stabilen Ast. Er sollte etwa 10 bis 15 mm Durchmesser aufweisen. Der Bohrer muss nicht präzis rund geschnitzt werden, wichtiger ist, dass er gerade ist.

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Bohrer kannst du selber schnitzen oder du nimmst einen Holzdübel aus dem Baumarkt

Den Bogen brauchst du, um den Bohrer anzutreiben. Damit die Kordel nicht abrutscht, musst du Kerben einschnitzen. Mehrere Kerben ermöglichen es dir die Spannung der Kordel nachzujustieren. Lass die Kordel lang genug, damit du später die Spannung nachstellen kannst.

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Bogen mit eingespannter Kordel

Jetzt noch das Druckstück. Dieses brauchst du, um den Bohrer zu führen und richtig Druck auf das Bohrloch auszuüben. Es kann ebenfalls aus Holz geschnitzt werden. Ein vorbereiteter Stein ist allerdings noch besser. Die Führung muss recht genau dem Bohrer entsprechen, damit du stabil arbeiten kannst.

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Druckstück aus einem Stück Eiche

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Druckstück aus Stein

Alle Materialien für ein perfektes Feuerbohrset kannst du auch online bestellen.

Welches Holz musst du verwenden?

Das Beste vorweg: Es geht mit jedem Holz, aber es muss wirklich trocken sein. Am wichtigsten ist die Technik. Je nach Holzsorte brauchst du einen anderen Druck. Die Hitze entsteht an der Reibenfläche der beiden Holzstücke. Der schwarze Abrieb wird bei zunehmender Reibung zu einem glühenden Klümpchen.

Das Zundernest muss vorbereitet sein

Trockenes Moos, Rohrkolbenbüschel, Hobelspähne, feines trockenes Heu – alles, was leicht entzündlich ist, eignet sich. Bereite ein Büschel vor, und natürlich auch deine Feuerstelle, danit du dein selbst gemachtes Feuerchen übertragen kannst.

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Gut vorbereitetes Zundernest

Auf die Technik kommt’s an oder – Übung macht den Meister

Neben dem Druck ist die stabile Haltung entscheidend. Lehne deine Hand mit dem Druckstück straff an dein Bein an, damit deine Vorrichtung beim intensiven Bohren möglichst wenig wackelt. Wickle den Bohrer mit einer Umdrehung in die Bogensehne und setzte den Bohrer auf das Bohrbrettchen: Jetzt heisst es üben.

Das Museum.BL in Liestal bietet einen Feuerbohr-Workshop für Schulklassen an. Schau mal, in diesem YouTube-Video wie die das dort machen:

So geht‘s: Feuerbohren bis die Muskeln brennen.


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